Über

Familie Kirsch aus Hamburg: Thorsten, Sinja, Jons und Heike

Wieso eine Öko-Challenge?
Seit vier Jahren haben wir nach vielen Etagenwohnungen in der Stadt einen Zier- und Nutzgarten in Hamburg. Dafür sind wir in den grünen Süden von Hamburg nach Marmstorf gezogen.
Meine Tochter macht mir jeden Tag vor, wie man wieder in Verbindung mit „Mutter Erde“ kommt und wie wichtig Sonne, Wind und Regen sind: mit den Füssen im Matsch, unter einer Regendusche im Sommer oder auf der Suche nach allem was kreucht und fleucht in den Beeten und auf dem Rasen.
Wir haben Obstbäume, Sträucher mit Himbeeren und Stachelbeeren und Hochbeete für Gemüse. Wir kompostieren unseren Hausmüll und die Gartenabfälle soweit das möglich ist. Die Arbeit im Garten und die Freude bei der Ernte haben meinen Bezug zu den ökologischen Fragestellungen grundlegend geändert. Sie sind für mich spürbar geworden und haben deshalb an Wichtigkeit zugenommen.
Mit diesen persönlichen Erfahrungen möchten wir nun auch in eine größere Gemeinschaft gehen, um uns auszutauschen, zu unterstützen, zu vernetzen und etwas Neues entstehen zu lassen – eben nicht nur für Familie Kirsch zu denken. Damit ist zum Beispiel die Solidarische Landwirtschaft gemeint und vielleicht auch ein Wohn- oder Dorfprojekt, in dem wir Gleichgesinnte finden.

Wieso für Best Ager?
Als Jahrgang 66 gehöre ich zu den Best Agern: „Person, die zur anspruchsvollen, konsumfreudigen Kundengruppe der über 40- bzw. 50-Jährigen gehört.“ (Duden). Es ist eigentlich ein Marketing-Begriff, was aber sehr gut passt, da ich bei meiner Öko-Challenge insbesondere als Konsumentin gefragt bin. Es geht auch darum, bei jedem Kauf zu prüfen, ob ich ein Produkt wirklich brauche und ob es ökologisch verträglich ist.
Zudem ist die Öko-Challenge als Best Ager auch deshalb besonders, weil ich mit meinen Ressourcen (Zeit und Energie) gut haushalten muss. Und die Perspektive auf die vielen Themen des ökologischen Fussabdrucks (Ernährung, Konsum, Mobilität, Wohnen) ist in vielen Fällen eine andere als bei jungen Menschen. Und ich habe nicht mehr so viel Zeit, alles mögliche auszuprobieren. Ich bin schon sehr dankbar für die Kenntnisse und Erfahrungen anderer und nutze deshalb auch Checklisten, an denen ich mich abarbeiten kann.
Als ich auf der wandelwoche Hamburg das Wohnprojekt StadtLandFluss in Ochsenwerder besucht habe, sass eine junge Studentin neben mir und tröstete mich mit dem Spruch „Lieber spät als gar nicht!“ Sie meinte es wirklich nett.

Wieso „Ein Tagebuch auch für Sinja“?
Früher haben wir unsere Tagebücher in der realen Welt auf Papier geschrieben und konnten es meistens mit einem kleinen Schloß sichern. Das ist sicher immer noch gut für sehr private Dinge. Wenn frau aber das Gefühl hat, dass sie etwas teilen möchte, was sie bewegt, dann ist der Weblog ein gutes Werkzeug: „tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite, die ständig um Kommentare oder Notizen zu einem bestimmten Thema ergänzt wird; Kurzwort: Blog“ (Duden)
Für mich ist es eine gute Art die vielen kleinen Schritte bei meiner Öko-Challenge zu dokumentieren und beim Schreiben noch einmal zu durchdenken. Und die Web-Technologie ermöglicht es, auf andere Seiten zu verlinken und die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen anzureichern.
Viele der Schritte unserer Öko-Challenge kann meine Tochter Sinja noch gar nicht richtig mit 10 Jahren verstehen. Vielleicht ist es in ein paar Jahren interessant für sie, einige Artikel in diesem Blog nachzulesen. Ich habe ihr Einverständnis, die verwendeten Fotos bzw. Illustrationen von ihr im Blog zu veröffentlichen.