Mikroplastik im Meer: Nur 2% stammt aus Kosmetik, aber…

35% der Meeresverschmutzung mit Mikroplastik stammen aus synthetischer Kleidung und 28% vom Reifenabrieb unserer Autos auf der Strasse. Das sagt jedenfalls eine Grafik, die gestern auf den Facebook-Seiten der WDR-Sendung Quarks veröffentlicht wurde:

Quarks - Plastikanteile im Meer

Dann kann ich beim Scannen meiner Pflegeartikel mit der App CodeCheck mal wieder etwas nachsichtiger sein, wenn das Produkt ansonsten „grün“ also in Ordnung ist.

ABER:

  • Bei einem Anteil von 35% durch synthetische Kleidung gilt es ab sofort noch mehr darauf zu achten, was sich in der Kleidung versteckt, die ich zum Teil gebraucht für mich und meine Tochter kaufe. Hier werde ich zukünftig keine Kompromisse mehr machen.
  • Und bei einem Anteil von 28% durch Reifenabrieb auf der Strasse werde ich endlich auf mein E-Bike umsteigen und damit zur Arbeit fahren, wenn sich der Winter aus Hamburg verzogen hat. Bisher habe ich immer noch aus Bequemlichkeit das Auto genommen. Das werde ich ändern!

Ich schätze solche Untersuchungen sehr, denn mit meinen bisherigen Bemühungen auf Mikroplastik in Kosmetik zu verzichten, habe ich mein Engagement für einen weniger wichtigen Aspekt beim Umweltschutz eingesetzt. Es ist offensichtlich viel wichtiger auf synthetische Kleidung und das Autofahren zu verzichten. Aber als Best Agerin lerne ich eben auch immer noch dazu.

Beitragsbild: Fred Dott/Greenpeace