Sonnendurchflutete Eisblumen im städtischen Vorgarten

Es ist kalt – sehr kalt in Marmstorf, aber der Himmel ist klar und die Sonne kündigt sich bereits mit einem wunderbaren Licht an. Die Blätter in unseren Eisblumen haben Sinja und ich bereits im Herbst gepresst, sodass wir eine große Auswahl haben. Für die Form haben wir Untersetzer für Blumenkübel genommen und am Vorabend mit Wasser gefüllt. Sie lassen sich gut heraus lösen und nun müssen die richtigen Plätze gefunden werden, um das Sonnenlicht einzufangen. Das Eis ist rutschig und muss ein bisschen bearbeitet werden, damit es einen Halt findet zwischen dem Baum. Ohne Handschuhe geht es hier gar nicht. Es sind nur wenige Minuten für dieses besondere Licht der Morgensonne und so rutschten mir die Eisblumen immer wieder aus der Hand und die größeren brechen auch auseinander. Heute fotografiere ich mit dem iPad, da die Kamera viel besser ist als meine alte Canon EOS 550. Es gelingen mit ein paar ganz beeindruckende Fotos und nach 20 Minuten bin ich durchgefroren und das Licht wechselt in einen kalten Wintermorgen.

Gegen 12 Uhr habe ich mich vor unserer Haustür positioniert und versucht dort die Mittagssonne einzufangen:

Wir haben uns schon mit einigen LandArt-Aktionen in unserem Stadtgarten versucht und haben dafür immer wieder das Fotoband „Time“ von Andy Goldsworthy zur Hand genommen. Ganz wunderbar ist auch der Film „Rivers und Tides“ von 2001, der das Entstehen verschiedener LandArt-Werke von Andy Goldsworthy zeigt:
Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr begleitete der Filmemacher Thomas Riedelsheimer den Künstler Andy Goldsworthy, der vor allem durch seine Arbeiten mit Naturmaterialien und seine Fotobände berühmt geworden ist. Der Film dokumentiert Goldsworthys Arbeitsweise und versucht, die Gedankenwelt, die hinter den Arbeiten des Künstlers steht, transparent zu machen.“ Quelle

Wachstum, Zeit, Veränderung. Und die Idee des Fließens in der Natur. Wenn ich eine Arbeit mache, bringe ich sie oft an den Rand des Zusammenbruchs, eine wunderschöne Balance. Ich möchte den Zustand und die Energie verstehen, die ich in mir habe, die ich auch in den Pflanzen und im Land spüre. Diese Energie und das Leben, die durch das Landschaft fließen.“ Andy Goldsworthy

Mit meiner heutigen Aktion habe ich einen ganz kleinen Einblick in die Arbeit von Andy Goldsworthy bekommen und habe mich für eine kurze Weile weit von meinem Alltag entfernt. Wie schön!

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