Richard David Precht ist der erste „Botschafter für Natur“

Auf den Philosophen Richard David Brecht bin ich durch sein Buch „Anna, die Schule und der liebe Gott“ aufmerksam geworden. Im Juni 2016 hatte ich dann das große Vergnügen ihn in der Technischen Universität Hamburg am „Tag der Lehre“ zum Thema „Bildung im 21. Jahrhundert“ live zu hören und zu sehen. Seit dem schätze ich ihn als jemand, der mir verständlich und unterhaltsam erklärt, wie die Dinge zusammen hängen und was man zu verschiedenen Themen berücksichtigen sollte.
Im Oktober 2016 folgte sein Buch „Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen„. Nun ist er „Botschafter für Natur“ geworden und unterstützt damit die Initiative „für Natur“ des Museums für Naturkunde in Berlin:
Die Bewahrung des Reichtums der biologischen Vielfalt ist eine der großen Herausforderungen für die Zukunft der Menschheit, zu der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Museum für Naturkunde Berlin intensiv forschen. Das Haus möchte sich verstärkt als Vermittler, Aktivator und Berater „Für Natur“ in die gesellschaftliche Debatte einbringen.Quelle

Das Interview mit Richard David Brecht gibt Aufschluss darüber, was ihn dazu veranlasst hat, Botschafter für die Natur zu werden.
Auf eine der Fragen: „Welchen Stellenwert sollte die Natur für uns haben?“ antwortet er:
Gibt es etwas, das einen größeren Stellenwert für den Menschen hat, wie die Natur, von der er lebt und der er als Organismus einbehalten ist?
Wenn ich mal wieder einen Zweifel daran habe, ob sich der Aufwand für meine Öko-Challenge lohnt, dann zeigt mir dieser klare Satz, dass ich gar keinen Zweifel haben darf!

Sehenswert ist auch sein engagierte Rede anlässlich der Verleihung des Titels „Botschafter für Natur“ am 22. Januar 2018 in Berlin:

Die Menschheit dürfe den Weg in eine immer technisiertere Welt, „eine Welt geprägt von den Dingen, die Menschen geschaffen haben“, nicht mehr so weitergehen, sagte Precht. Sonst werde aus dem Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, alsbald ein Zeitalter der Einsamkeit von Homo sapiens in einer artenlosen, unbewohnbaren Welt.Quelle